6000 Euro Spenden für Erneuerung des „zoogut“ Marktes in Stockerau

Beitrag übernommen von NÖNPLUS vom 8.3.2026, Karin Widhalm

Die von Walter Klinger initiierte Spendenaktion führt zur Rundum-Erneuerung des Sozialmarktes. Die Stadtgemeinde Stockerau, der Lions Club Kreuzenstein und Kulturveranstaltungen sind dabei eine große Stütze.

FOTO: Karin Widhalm

Freuen sich über den großen Zusammenhalt, der dem „soogut“-Sozialmarkt in Stockerau zugutekommt (v.l.): Eva Kronberger, Gerhard Zwickl, Wolfgang Brillmann, Valerie Berger, Anneliese Schmöllerl, Andreas Hippmann, Nura Pjanic und Walter Klinger.

 

6.000 Euro kamen nach dem großen Spendenaufruf für die Erneuerung des „soogut“-Sozialmarkts in Stockerau zusammen – und das freut Initiator Walter Klinger ungemein. „Das Schöne ist, dass durch das Geld ein zweites Kühlgerät angeschafft werden konnte. Ich bin sehr stolz auf die Zivilgesellschaft und auf die Menschen, die in unzähligen Stunden die Waren ausgeräumt, den Boden verlegt, ausgemalt und die Waren wieder eingeräumt haben.“ Das alles gelang mit nur einem Schließtag.

Etliche Hauptsponsoren trugen zum Gelingen bei: Die Stadtgemeinde Stockerau übernahm nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Brillmann die Materialkosten für den Bodenbelag – der größte Kostenpunkt. Der Lions Club Kreuzenstein finanzierte die zweite Kühlvitrine (1.500 Euro). Dazu kamen Spenden aus der Lesung „Die etwas anderen Weihnachtsgeschichten“ des Vereins „kunst und ko“ (600 Euro) sowie aus einer Lenautheater-Vorstellung mit Kabarettistin Eva Maria Marold (550 Euro).

Die Unterstützung war erforderlich, weil die Kühlung von Waren nicht mehr zuverlässig gewährleistet war. Der Boden wies große Risse auf – eine Stolpergefahr für ältere Personen. Jetzt hat die Filiale zwei neue Kühlvitrinen, ein neues Tiefkühlgerät sowie einen frisch verlegten Bodenbelag. „Das alles war dringend notwendig, nicht nur wegen der Hygienevorschriften. Es geht um die Gesundheit – und auch ums Wohlfühlen“, bedankte sich Geschäftsführer Brillmann herzlich. „Die Beteiligung der Zivilgesellschaft war enorm“.“

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Besichtigten den erneuerten Sozialmarkt (v.l.): Wolfgang Brillmann, Valerie Berger, Eva Kronberger, Gerhard Zwickl, Manuela Ramlohr, Malgorzata Kwiatkowski-Linm, Nura Pjanic, Karin Böck, Walter Klinger, Regina Fless-Klinger, Inge Krischke, Karl Uitz, Melitta Hagelkruys, Yannik Pollak und Andreas Hippmann.

Weil alle Waren ohnehin ausgelagert werden mussten, entschieden die Marktverantwortlichen Andreas Hippmann und Nura Pjanic außerdem, die Wände weiß auszumalen. Gleichzeitig wurde die Kaffeeecke etwas verkleinert, um mehr Platz für den beliebten Secondhand-Bereich zu schaffen.

Dass die Erneuerung geschafft wurde, schreibt Geschäftsführer Brillmann auch dem großen Engagement vieler Helferinnen und Helfer zu. Mitarbeitende der „soogut“-Standorte St. Pölten und Tulln packten an. „Wir haben zum Glück Menschen in unserem Team, die handwerklich begabt sind und auch anleiten können. Diese Vielfalt an Charakteren ist uns extrem zugutegekommen“, führt „soogut“-Pressesprecherin Ursula Oswald aus.

Gerhard Zwickl vom Lions Club Kreuzenstein berichtet, dass der Stockerauer Sozialmarkt regelmäßig unterstützt wird. Jedes Jahr findet eine Lions-Aktion statt, bei der Kundinnen und Kunden von Billa Plus zum Spenden animiert werden. „Im Vorjahr haben wir 50 Bananenschachteln – das sind zwei Busfahrten – in den Sozialmarkt gebracht“, schildert er.

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„Es ist uns ein großes Anliegen, dass Menschen die Würde zurückgegeben wird. Das ist auch immer Teil unserer Lesung“, erklärt „kunst und ko“-Obfrau Valerie Berger. Kern der Weihnachtsgeschichten sind immer authentische Geschichten von Menschen aus der Region, die etwa von Armut betroffen sind.

Auch das Lenautheater setzt ein Zeichen der Solidarität. Leiterin Eva Kronberger berichtet, dass jedes Jahr bei einer Vorstellung eine Spendenaktion durchgeführt wird. Zudem werden im Sozialmarkt regelmäßig Lenautheater-Karten um einen Euro angeboten, um Kulturteilhabe zu ermöglichen.

Der „soogut“-Markt ermöglicht Menschen mit knappem Haushaltsbudget, gerettete und einwandfreie Lebensmittel sowie Hygieneprodukte zu günstigen Preisen einzukaufen. Die Nachfrage ist groß: „Auch wir spüren die Teuerung, aber unsere Kunden spüren sie umso mehr“, sagt Brillmann.